Erklärfilm-Vererben

Testament

Die gesetzlichen Regelungen bilden auch hier nur das "Grundgerüst" und entsprechen meist nicht den individuellen Vorstellungen. Sie sollten regeln, wie Ihr Vermögens später verteilt und vielleicht sogar vor staatlichen Abzügen geschützt werden kann.

Inhalt

Man unterscheidet zunächst zwischen öffentlichem Testament und privatem Testament. Das öffentliche Testament setzen Sie gemeinsam mit einem Notar auf. Möchten Sie lieber privat zur Feder greifen, sollten Sie an Folgendes denken:

  • Damit das Testament gültig ist, müssen Sie volljährig und geschäftsfähig sein ("testierfähig").
  • Erklären Sie unmissverständlich, wer die Erben sind und zu welchen Teilen sie erben sollen.
  • Bestimmen Sie Ersatzerben für den Fall, dass die eingesetzten Erben vor Ihnen sterben.

Form des Testaments

Ein privates Testament können Sie sofort und überall verfassen. Dabei kostet es nur das Papier, auf dem es geschrieben ist. Damit es gültig ist, müssen Sie ein paar Formalitäten beachten:

  •  Schreiben Sie das gesamte Testament selbst von Hand.
  • Setzen Sie Ort und Datum ein und unterschreiben Sie mit Ihrem Vor- und Zunamen.
  • Wenn Ihr Testament mehrere Seiten lang ist, nummerieren und unterschreiben Sie jedes Blatt.
  • Benennen Sie Ihre Erben mit Vor- und Nachnamen sowie Geburtsdatum.

Es gilt, was steht

Ein Notar kann Ihnen sowohl formal als auch inhaltlich helfen, Ihre Wünsche zu formulieren. Das notarielle Testament kostet Sie zwar etwas, aber Sie ersparen Ihren Hinterbliebenen unter Umständen sehr viel Ärger.

Bei einem öffentlichen Testament müssen die Erben außerdem keinen Erbschein beantragen. Ein Erbschein ist oft notwendig, um sich als rechtmäßiger Erbe auszuweisen.

Testamentsverwahrung

Öffentliche Testamente werden automatisch bei der Nachlass-Abteilung des Amtsgerichts verwahrt, damit sie nicht verloren gehen. Gegen eine geringe Gebühr können Sie auch Ihr privates Testament dort verwahren lassen.

Wünsche ändern sich wie das Leben

Alle fünf bis zehn Jahre sollten Sie prüfen, ob noch alles Ihren Vorstellungen entspricht. Möchten Sie etwas in Ihrem privaten Testament ändern, vernichten Sie am besten das alte und schreiben ein neues Testament. Ein öffentliches Testament gilt bereits dann als widerrufen, wenn Sie es beim Nachlassgericht abholen.

Beratung

Bei allen Fragen, die sich hier stellen, helfen wir bei der Antwort - gemeinsam mit der Familie. Wir nennen das GenerationenBeratung. Vereinbaren sie deshalb gleich einen Termin.