Raiffeisenbank-Vorstand Claus-Rüdiger Bauer wird 65 Jahre alt

Immer die Einheit der Region im Blick

Vorstandsvorsitzender Claus-Rüdiger Bauer
Vorstandsvorsitzender Claus-Rüdiger Bauer

Baunatal. 38 Jahre in einem Vorstandsamt von einer Bank – das muss ihm erst mal einer nachmachen. Claus-Rüdiger Bauer hat das geschafft. Seit 1976 ist der aktuelle Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Baunatal in einer Spitzenposition.

Heute wird er 65 Jahre alt. Claus-Rüdiger Bauer allerdings auf die engagierte Tätigkeit in „seiner“ Baunataler Raiffeisenbank zu reduzieren, wäre schlichtweg zu wenig. Bauer ist eine Art Regionalmanager, ein Kämpfer für den Großraum Kassel und immer mehr auch für die Einheit von Stadt und Landkreis. Der 65-Jährige geht sogar noch einen Schritt weiter: Die Entwicklung müsse über interkommunale Zusammenarbeit hinausgehen, sagt er. „Es muss über eine Gebietsreform nachgedacht werden.“

Zahlreiche Positionen in regionalen Gremien sind Beleg für die Einstellung, Kassel und Umland als Einheit zu begreifen: Vorsitzender des Vorstandes des Arbeitskreises der Wirtschaft für Kommunalfragen der Region Kassel, Mitglied der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates der Regionalmanagement Nordhessen GmbH, 16 Jahre Mitglied der IHK-Vollversammlung und 20 Jahre Vorsitzender der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal – dennoch eine unvollständige Aufzählung von Ämtern und Posten. Hinzu kommen etwa zahlreiche Positionen in überregionalen Banken-Gremien.

Claus-Rüdiger Bauer hat sich in der VW-Stadt und der Region zu einer Marke entwickelt. Er förderte zusammen mit der Raiffeisenbank den Sport, beispielsweise die Olympiaschwimmerin Annika Mehlhorn, in gleicher Weise wie Grundschulkinder. Seit dem Auftakt der HNA-Aktion „Kinder für Nordhessen“, mit der besondere Schulprojekte finanziert werden, ist Bauer interessiert dabei.

Die markante Brille auf der Nase ist das sichtbare Markenzeichen eines bekannten Wirtschaftskopfes. Er wechsele zwar die Brille alle zwei, drei Jahre, sagt Claus-Rüdiger Bauer, ein Sammler sei er aber nicht. „Ich habe drei Brillen und zwei Sonnenbrillen.“ Das aktuelle Modell jedenfalls ist modisch blau. Eigentlich hätte Bauer mit 65 aus dem Vorstand der Raiffeisenbank ausscheiden müssen. Doch der Aufsichtsrat hat den Auftrag noch um ein Jahr verlängert. Am 30. Juni 2015 ist dann aber endgültig Schluss.

Dann will er sich endlich seinen Hobbys widmen: Golfen und Fahrrad fahren. „Es reicht danach“, sagt er zum langsam näher kommenden Berufsende und gibt nach einer kurzen Pause aber zu: „Ganz ehrlich, das wird mir nicht leicht fallen.“

Von Sven Kühling (HNA.de)